SSH: Unterschied zwischen den Versionen

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Neben dem einfachen "ssh fbi" hast du nun durch <pre>DynamicForward</pre> dauch einen lokalen SOCKS Proxy zum [[Tunneln]].
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Neben dem einfachen "ssh fbi" hast du nun durch <pre>DynamicForward</pre> auch einen lokalen SOCKS Proxy zum [[Tunneln]].
 
Wenn du mehr tolle Sachen mit deiner SSH-Config-Datei machen willst, schau dir <pre>man ssh_config</pre> an.
 
Wenn du mehr tolle Sachen mit deiner SSH-Config-Datei machen willst, schau dir <pre>man ssh_config</pre> an.
  

Version vom 9. Oktober 2015, 19:49 Uhr

Secure SHell

hosts

iRZ: rzssh1.informatik.uni-hamburg.de


Das Regionale Rechenzentrum (RRZ) hat auch zwei SSH-Server (rrzlogin{,2}.rrz.uni-hamburg.de), die sind aber schlecht.

Konfiguration

Die ~/.ssh/config enthaelt die Konfiguration fuer deinen SSH Client. Dort kann man viele tolle Sachen machen, zB muss man nicht immer ssh rzssh1.informatik.uni-hamburg.de machen, sondern bspw. ssh fbi. Das ist gut.

Mit folgendem Text in deiner ~/.ssh/config kannst du das auch:

Host fbi
  User 3leet
  ForwardX11 yes
  HostName rzssh1.informatik.uni-hamburg.de
  DynamicForward 7777
  #LocalForward 6631 linuxprint.informatik.uni-hamburg.de:631

Neben dem einfachen "ssh fbi" hast du nun durch

DynamicForward

auch einen lokalen SOCKS Proxy zum Tunneln. Wenn du mehr tolle Sachen mit deiner SSH-Config-Datei machen willst, schau dir

man ssh_config

an.

zu anderen Hosts

Mit Hilfe einer geeigneten ~/.ssh/config kann man von zu Hause aus sich bequem zu Hosts verbinden, die nicht direkt zugaenglich sind:

Host rzdspc*
  User 4winter
  ProxyCommand ssh 4winter@rzssh1.informatik.uni-hamburg.de /opt/bin/netcat %h %p 2> /dev/null

netcat ist allerdings meistens einfach als

netcat

oder

nc

ansprechbar. In Debian ist netcat im Paket

netcat-openbsd

enthalten.

Und nu:

teythoon@europa$ ssh rzdspc6
Last login: Sun Oct  7 14:05:16 2007 from rzdspc10.inform
Sun Microsystems Inc.   SunOS 5.10      Generic January 2005

Willkommen auf der SUNW,Sun-Fire-V445 rzdspc6.informatik.uni-hamburg.de

Last cluster login: Sun Oct 7 14:03:05 on rzdspc6
rzdspc6$ 

Public-Key Authentifizierung

Vom Laptop im Netz des Informatikum anmelden, ohne jedesmal das Passwort eingeben zu müssen? Geht auch, und ist dabei trotzdem noch sicher! Auf dem eigenen Laptop muss zuerst ein Public/Private-Schlüsselpaar erstellt werden. Das funktioniert durch das Programm "ssh-keygen" und sieht dann etwa so aus:

olli@desktop:~$ ssh-keygen 
Generating public/private rsa key pair.
Enter file in which to save the key (/home/olli/.ssh/id_rsa): 
Enter passphrase (empty for no passphrase): 
Enter same passphrase again: 
Your identification has been saved in /home/olli/.ssh/id_rsa.
Your public key has been saved in /home/olli/.ssh/id_rsa.pub.
The key fingerprint is: bla bla
olli@desktop:~$

Man kann alle Abfragen einfach mit Enter bestätigen. Nun muss man dem Server, in diesem Fall rzssh1, nur noch eine Kopie des Schlüssels zukommen lassen. Das funktioniert vom Laptop aus über ssh-copy-id:

ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_rsa.pub 7bestman@rzssh1.informatik.uni-hamburg.de
Password: *passwort*
bla bla bla

der Parameter -i gibt hierbei den public-Schlüssel an... Falls man das Programm ssh-copy-id nicht hat, kann man den Vorgang auch per Hand durchführen. Man kopiert die Datei "~/.ssh/id_rsa.pub" vom Client, also da wo man sie erstellt hat, auf den Zielrechner, loggt sich dann an dem Zielrechner ein und kopiert den Inhalt ans Ende der Datei ~/.ssh/authorized_keys. "cat mein-key.pub >> ~/.ssh/authorized_keys" auf dem Server ausgeführt reicht dann.

expect

Expect ist ein kleines Programm, was einen Prozess startet und auf Ausgaben dieses Prozess wartet, um dann Eingaben an den Prozess zu senden. Nun kann man expect nutzen um ein einfaches "login"-Script für die UHH-Firewall zu schreiben, da dort Public-Key Authentifizierung nicht möglich ist.

Nachteil ist natürlich, dass das eigene Passwort im Klartext im Script zu finden ist. Wenn einen das nicht stört, dann kann man sich expect installieren und folgendes in eine Datei schreiben:

#!/usr/bin/expect -f

set host "10.1.1.10"
set user "3leet@inf"
set pass "geheimes-pw"

spawn ssh -l "$user" "$host"

expect {
    "Are you sure you want to continue connecting" {
        send "yes\n"
        exp_continue
    }
    "password:" {
        send "$pass\n"
        interact
    }
}

exit

nun einfach ausführbar machen und sich ganz fix ohne Passwortabfrage einloggen

chmod +x meine-datei
./meine-datei


Nützliche "Tricks"

Mit Hilfe des Port Forwadings kann man auch von Zuhause aus zb das Online Computer Library Center oder die ACM Digital Library durchstöbern:

ssh -L 2222:proxyuhh.uni-hamburg.de:3128 <username>@rzssh1.informatik.uni-hamburg.de -N

und dann im Browser als Proxy "localhost" mit Port 2222 eintragen. Nachdem man die Verbindung wieder getrennt hat natürlich nicht vergessen, die Proxyeinstellungen im Browser wieder zurückzusetzen.

Dieses Plugin macht es dem Firefox-User leichter, zwischen Proxies umzuschalten.


Unter Linux kann man auch so Verbindungen umleiten:

# iptables -t nat -I OUTPUT -d 134.100.9.77 -p tcp --dport 80 -j DNAT --to 127.0.0.1:1234

$ ssh -L1234:134.100.9.77:80 <username>@rzssh1.informatik.uni-hamburg.de

Ist zwar nicht sehr komfortabel, aber es funktioniert quasi immer; z. B. wenn man kein Proxy einstellen kann und Programme wie tsocks nicht funktionieren sollten.

Probleme

  • scp will nicht weil Leerzeichem im Pfad/ im Dateinamen sind:

den Pfad in Hochkomma ' setzen oder vor die Leerzeichen ein Backslash\.

Zwei äquivaltente Beispiele:

Beispiel#$ scp ~/Pfad/z\ u\ r/Datei/Filename\ mit\ Leerzeichen 4user@rzssh1:~/Zielpfad\ mit\ Leerzei\ chen/fuer/die/Datei/. 
Beispiel#$ scp '~/Pfad/z u r/Datei/Filename mit Leerzeichen' 4user@rzssh1:'~/Zielpfad mit Leerzei chen/fuer/die/Datei/.' 
  • das Kopieren vieler kleiner Dateien dauert ziemlich lange?

On-the-fly archivieren und entpacken hilft:

ssh <mein-host> 'tar -c /mein/ordner/mit/kleinen/dateien | gzip' | gzip -d | tar -xv

Mit dem Schalter -z Spart man sich die beiden gzip Kommandos.

ssh <mein-host> "tar -cz /mein/ordner/mit/kleinen/dateien" | tar -xzv

Ausserdem kann man bei tar noch das Zielverzeichnis angeben und eventuell eine schnellere Verschlüsselung für ssh benutzen. Bei langsamen Rechnern und hoher Bandbreite macht es Sinn, auf die Kompression zu verzichten.

ssh -c blowfish <mein-host> "tar -c /mein/ordner/mit/kleinen/dateien" | tar -xv -C /hier/hin/