ConcEv – CONCEPTUALIZING EVENTS
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Kurzbeschreibung

Thema des Projektes sind Konzeptualisierungsprozesse in der Sprachproduktion. Diese Prozesse erzeugen ausgehend von nichtlinearen Repräsentationen des zu beschreibenden Inhalts lineare (propositionale) Bedeutungsrepräsentationen, die als Eingabe in ein Modul zur syntaktischen Formulierung fungieren. Primäre Themenkomplexe sind (1) die Interaktion verschiedener Konzeptualisierungsprozesse, wie Segmentierung, Strukturierung, Selektion und Linearisierung, und (2) die Struktur der Repräsentationen, die im Verlauf der Konzeptualisierung gebildet werden. Die Untersuchungen werden an Hand der Produktion von Ereignisbeschreibungen durchgeführt. Die zeitliche Struktur von Ereignissen und Ereignisfolgen kann experimentell als Linearisierungsvorgabe genutzt werden, ohne daß damit vorab eine Festlegung auf eine eindeutige Ereignisabfolge geschieht. Ereignisbeschreibungen dienen zudem der Untersuchung von Segmentierungs-, Strukturierungs- und Selektionsprozessen in der Konzeptualisierung besonders gut, da die Individuierung von Ereignissen in besonderem Maße durch konzeptuelle Faktoren bedingt ist. Das Projekt ist einer interdisziplinären Vorgehensweise verpflichtet: Auf der Basis empirischer Untersuchungen werden für ausgewählte Konzeptualisierungsprozesse computerlinguistische Modelle entwickelt, wobei Resultate der psycholinguistischen Forschung zum Prozeßablauf mit theoretisch-linguistischen Überlegungen zu sprachlichen Strukturen verbunden werden.


Wir freuen uns über Anmerkungen und Anregungen!
Letzte Änderung: 04.06.2001 18:12